Wie digitale Frachtbriefe das Problem des Speditionsbetrugs lösen können 

Vor einigen Tagen sind in Österreich 20 Tonnen Milka-Schokolade abhandengekommen. Wie das passieren konnte? Der beauftragte Spediteur in Österreich übertrug den Transport einem Spediteur aus Ungarn, der wiederrum einen Spediteur aus Tschechien beauftragte. Soweit alles eigentlich kein Problem, wäre da nicht ein Betrüger gewesen, der die Situation ausgenutzt hätte und mit gefälschten Frachtdokumenten und gestohlenem Kennzeichen bei der Milka-Fabrik in Bludenz in Österreich vorfuhr, den Frachtbrief vorlegte und mit einer LKW-Ladung Schokolade verschwand. Als der Schwindel aufflog, waren der falsche LKW-Fahrer und seine Beute schon über alle Berge. Bisher sucht die Polizei vergeblich nach dem Schokoladen-Dieb. Was eigentlich komisch klingt, ist ein ernstzunehmendes Problem: Der Schaden in besagtem Betrugsfall bei Milka beläuft sich auf knapp 50.000 Euro. Speditionsbetrug kann schnell zu erheblichen Schadenssummen führen. Unternehmen können dem mit dem e-CMR in Zukunft entgegenwirken.

Herkömmliche Frachtbriefe sind nicht zureichend vor Fälschungen geschützt. Natürlich braucht man für die Erstellung des Dokuments die entsprechenden Daten und einen LKW mit passendem Kennzeichen, aber theoretisch kann damit jeder einen Frachtbrief fälschen und sich bei der Abholung der Güter als der beauftragte Spediteur ausgeben. Mit der digitalen Version ist das deutlich schwieriger – denn jeder erstellte Frachtbrief in TransFollow wird verschlüsselt und an die Accounts der in der Transportkette involvierten Partner gekoppelt. Nur sie haben Zugriff auf das Dokument und können es einsehen, verwalten oder unterschreiben. Damit ist die eindeutige Identifizierung des Spediteurs beim Laden der Güter deutlich leichter: Denn nur, wenn er Zugriff auf den entsprechenden TransFollow Account und damit auf den digitalen Frachtbrief hat, kann er das Dokument überhaupt unterschreiben lassen. Dank zwei einmalig gültigen QR-Codes wird der Inhalt des Frachtbriefs und die digitale Unterschrift von beiden Accounts so verschlüsselt, dass eine illegale Kopie nicht möglich ist.

„Mit digitalen Frachtbriefen können wir Speditionsbetrügern das Leben deutlich erschweren. Alle Parteien müssen in ihren Account eingeloggt sein, um überhaupt auf das Dokument zugreifen zu können, geschweige denn, es zu unterschreiben. Die beiden einzigartigen QR-Codes, die dafür in der TransFollow App generiert werden, sind verschlüsselt und nur einmalig gültig. Entsprechend können sie auch nicht für zukünftige Betrügereien kopiert werden.“, erklärt René Bruijne, General Manager bei TransFollow BV. Ein Speditionsbetrüger müsste also nicht nur über die entsprechenden Daten verfügen, die auf dem Dokument vermeldet werden, sondern auch über die Zugangsdaten des entsprechenden Accounts. Damit haben Speditionsbetrüger in Zukunft deutlich schlechtere Chancen, unentdeckt zu entkommen – selbst, wenn sie sich von ihrer Schokoladenseite zeigen.

Weitere Infos unter https://transfollow.org 

Digitale Frachtbriefe gegen Speditionsbetrug | TransFollow
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